In der Stille der Walliser Alpen

Wie in meinem letzten Beitrag bereits erwähnt, ist es für das Verfassen eines Romans wichtig, gezielte Informationen einzuholen und Recherchen zu betreiben, damit die Fakten, die in der Geschichte verwendet werden, auch wirklich so stimmen.

 

Und dann gibt es eben noch die andere Seite des Schreibprozesses. Wenn sämtliche Ideen in das Geschehen eingeflossen sind und die manchmal übersprudelnde Kreativität eingebracht wurde, dann sitzt man - so wie ich hier in diesem Moment - vor einem an und für sich fertigen Manuskript und beginnt mit der Überarbeitung - harte, trockene Knochenarbeit: Durchlesen, korrigieren, neu formulieren, streichen - in der Hoffnung, dass daraus noch etwas Besseres entstehen kann. Oder wie Stephen King es formuliert: To write is human, to edit is divine.

 

Wichtige Eigenschaften, die ich meiner Umgebung während des Überarbeitungsprozesses abverlange, sind Stile und Ruhe - etwas, was zu Hause fast nicht möglich ist. Ständig kommt irgendetwas dazwischen, ein Telefonanruf, eine Geschäftsmail - oder auch nur eine der beiden Katzen, der es langweilig ist oder die mit großer Entschlossenheit nach Futter verlangt.

 

So bin ich glücklich, dass ich hier in der Abgeschiedenheit von Haute-Nendaz für ein paar Tage eine Wohnung zur Verfügung gestellt erhalten habe, in der ich mich auf nichts anderes konzentrieren muss als aufs Schreiben. Nur mein Laptop und ich - ich und mein Laptop.

Einmal am Tag ein kurzer Spaziergang, um das Hirn wieder etwas durchzulüften, eine leckere Walliser Käseschnitte im nahegelegenen Restaurant, das reicht zur Zerstreuung und um wieder etwas Kraft und Willen zu tanken.

 

Einen Viertel meines Romans konnte ich bereits zu Hause überarbeiten, das Ziel für meine paar Tage hier im Wallis ist es, drei Viertel zu schaffen, sodass der Rest bis zur Weihnachten fertig erstellt werden kann und ich für die Interessierten unter euch ein paar Exemplare drucken lassen darf.

 

So, genug gebloggt, los geht's mit der Arbeit!

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